Taisen Deshimaru
10. November 2017

Das Kesa – Das Gewand Buddhas

Das Gewand Buddhas

Das Kesa geht auf Buddha Shakyamuni zurück und ist bis heute das Gewand von buddhistischen Nonnen und Mönchen fast jeder Tradition. Das Kesa ist nicht nur ein traditionelles Gewand, sondern auch das Symbol der Übermittlung der Lehre Buddhas, das während der Ordination zur Nonne / Mönch vom Meister überreicht wird. Das Kesa ist aber auch mehr als nur ein Symbol, es ist zugleich nicht verschieden von der Lehre Buddhas. Es ist keine Dekoration, sondern das Gewand der großen Befreiung, das nicht begrenzt werden kann.
Das Kesa wird beim Zazen getragen. Es beeinflusst uns dabei auf ganz konkrete Weise wenn wir es tragen und z.B darauf achten, dass es den Boden nicht berührt.
Das Kesa hat im Zen-Buddhismus eine besondere Bedeutung und wird sehr verehrt. In unserer Sangha wird es auf traditionelle Weise mit der Hand genäht. Der Zen-Meister Kodo Sawaki sagte darüber: "Das Kesa, ist der Stoff der Buddha wird."

Kesa - Nähen

Eine Praxis des Weges


Sich sein Kesa selbst zu nähen, ist eine wichtige Erfahrung. Man folgt dabei einer Methode, die seit Buddha Shakyamuni weitergegeben wurde. Man konzentriert sich beim Nähen auf jeden einzelnen Stich und auf jeden Arbeitsschritt mit Geduld und Entschlossenheit. Und so verändert diese Praxis mit der Zeit unseren Geist unbewusst, natürlich und automatisch. Aus unserer Anstrengung entsteht das reine Gewand des Dharma.
Die richtige Methode wird direkt weitergegeben, von Person zu Person. Walter Eko Krepulat praktiziert seit 1987 Zazen und ist seit 1996 Mönch. Kesa-Nähen lernt er seit 1990 und gibt es nun seinerseits auch an andere weiter.